Lokaler Erdgasausstieg: Unterschied zwischen den Versionen

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==How to ==
==How to ==
===Bündnis gründen===
* hier findet ihr eine Mailvorlage, um andere Gruppen für das Bündnis anzuschreiben
* hier findet ihr eine Powerpoint für das erste Treffen
====Wer sollte in das Bündnis?====
Hier ein paar Ideen (passt das gerne auf eure Situation vor Ort an):
* for Future Gruppen
*NABU, BUND, Local Zero, Greenpeace
*Menschen von der Klimaliste
*Mietervereine, evtl. auch Sozialvereine


===Wie ist die Situation bei euch vor Ort?===
===Wie ist die Situation bei euch vor Ort?===
Es macht Sinn, zunächst einige Fragen zu recherchieren, um einen Überblick über die Situation vor Ort zu bekommen.
Viele Städte arbeiten im Moment ohnehin an ihrer [[Kommunale Wärmeplanung|Wärmeplanung]] (weil es dazu ein Bundesgesetz gibt). Daher kann es hilfreich sein zu fragen, ob da der Gasausstieg schon eingeplant ist.
[https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/06/Gasausstieg_1_Rechercheleitfaden.pdf Hier] findet ihr eine Übersicht mit den wichtigsten Fragen, die euch einen fundierten Überblick verschaffen.
[https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/06/Gasausstieg_1_Rechercheleitfaden.pdf Hier] findet ihr eine Übersicht mit den wichtigsten Fragen, die euch einen fundierten Überblick verschaffen.
Teilt die Recherche gern innerhalb des Bündnisses auf.   
Teilt die Recherche gern innerhalb des Bündnisses auf.   
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* Klimaziel
* Klimaziel
* Klimaplan, Klimaschutzplan
* Klimaplan, Klimaschutzplan
* kommunale Wärmeplanung
* [[kommunale Wärmeplanung]]
* Wärmeversorgung, Fernwärme
* Wärmeversorgung, Fernwärme


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Das können die lokalen Klimaschutzmanager:innen oder Vertreter:innen des Gemeinderats,
Das können die lokalen Klimaschutzmanager:innen oder Vertreter:innen des Gemeinderats,
aber auch erfahrene Mitglieder von lokalen Umweltschutzgruppen sein.
aber auch erfahrene Mitglieder von lokalen Umweltschutzgruppen sein.
===Bündnis gründen===
* hier findet ihr eine Mailvorlage, um andere Gruppen für das Bündnis anzuschreiben
* hier findet ihr eine Powerpoint für das erste Treffen
====Wer sollte in das Bündnis?====
Hier ein paar Ideen (passt das gerne auf eure Situation vor Ort an):
* for Future Gruppen
*NABU, BUND, Local Zero, Greenpeace
*Menschen von der Klimaliste
*Mietervereine, evtl. auch Sozialvereine


===Lobbying & Kommunalpolitik===
===Lobbying & Kommunalpolitik===
Es lohnt sich, mit Entscheidungsträger*innen aus dem Stadtrat, den Stadtwerken und der Verwaltung zu sprechen. Einerseits weil ihr so an Informationen kommt und andererseits weil ihr so Mehrheiten für den Antrag zur Prüfung der Stilllegung des Erdgasnetzes gewinnen könnt.
Es lohnt sich, mit Entscheidungsträger*innen aus dem Stadtrat, den Stadtwerken und der Verwaltung zu sprechen:
*weil ihr so an Informationen kommt  
*weil ihr so Mehrheiten für den Antrag zur Prüfung der Stilllegung des Erdgasnetzes gewinnen könnt


Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mitglieder des Stadt- oder Gemeinderats oft nicht die Zeit haben, sich in alle Themen vertieft einzuarbeiten. Gut aufbereitete Sachinformationen, die unsere Forderungen unterstützen, stoßen daher häufig auf Interesse.  
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mitglieder des Stadt- oder Gemeinderats oft nicht die Zeit haben, sich in alle Themen vertieft einzuarbeiten. Gut aufbereitete Sachinformationen, die unsere Forderungen unterstützen, stoßen daher häufig auf Interesse.  
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Laut Gesetz ist die Stadt verpflichtet, am Ende der [[Kommunale Wärmeplanung|Wärmeplanung]] 30 Tage Zeit für Stellungnahmen zu geben, bevor der Plan im Stadtrat zur Abstimmung gestellt wird. Einige Städte veröffentlichen jedoch auch bereits Ergebnisse von den Zwischenschritten der Wärmeplanung (Bestandsanalyse,Potenzialanalyse, Zielszenario, Umsetzungsstrategie), die man kommentieren kann. Auch zu anderen Planungs- oder Politikvorschlägen können wir Stellungnahmen einreichen –
Laut Gesetz ist die Stadt verpflichtet, am Ende der [[Kommunale Wärmeplanung|Wärmeplanung]] 30 Tage Zeit für Stellungnahmen zu geben, bevor der Plan im Stadtrat zur Abstimmung gestellt wird. Einige Städte veröffentlichen jedoch auch bereits Ergebnisse von den Zwischenschritten der Wärmeplanung (Bestandsanalyse,Potenzialanalyse, Zielszenario, Umsetzungsstrategie), die man kommentieren kann. Auch zu anderen Planungs- oder Politikvorschlägen können wir Stellungnahmen einreichen –
selbst wenn es kein formales Verfahren dafür gibt. Flankierend zur Stellungnahme können wir um ein persönliches Gespräch mit den zuständigen Personen bitten und unsere Position vertreten. Außerdem veranstalten viele Städte öffentliche Informationsveranstaltungen zur kommunalen Wärmeplanung, bei denen wir uns einbringen können.
selbst wenn es kein formales Verfahren dafür gibt. Flankierend zur Stellungnahme können wir um ein persönliches Gespräch mit den zuständigen Personen bitten und unsere Position vertreten. Außerdem veranstalten viele Städte öffentliche Informationsveranstaltungen zur kommunalen Wärmeplanung, bei denen wir uns einbringen können.
===Antrag einbringen===
Einen Musterantrag findet ihr [https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/11/5_Musterantrag_Gasausstieg-in-der-lokalen-Waermewende.pdf hier] (ab Seite 3).
==== Bürgerantrag ====
In vielen Städten ist es möglich, als Bürger:in einen Antrag in die Stadtpolitik einzubringen.
* Manchmal gibt es sogenannte Bürger- oder Einwohnerversammlungen, bei denen die anwesenden Bürger:innen darüber entscheiden, ob ein Antrag dem Stadtrat vorgelegt werden soll.
* In anderen Städten gibt es die Möglichkeit, per Bürgereingabe einen Vorschlag an die Stadtverwaltung einzureichen
→ fragt dazu eine Person, die sich bei euch in der Kommunalpolitik gut auskennt (oder ihr lest die Gemeindeordnung)
==== Stadtratsantrag ====
* überzeugt Fraktionen im Stadtrat, einen Antrag einzubringen
* Dafür könnt ihr um Gespräche bitten und die entsprechenden Mehrheiten organisieren, damit der Antrag nicht einfach abgelehnt wird
* Es lohnt sich also, bei mehreren Fraktionen anzufragen – im Zweifel auch bei konservativeren Akteuren
* Tipp für OGs in Bayern: Wenn die Grünen euren Antrag einbringen, kann es sein, dass er pauschal deswegen abgelehnt wird. Organisiert (konservative) Mehrheiten und nehmt "progressive" Stimmen einfach nur mit.


==Aktionen==
==Aktionen==


====Diskussions- & Informationsveranstaltungen====
====Podiumsdiskussion oder Vortrag====
→ Eine Podiumsdiskussion oder einen Vortrag organisieren
Wir können den Entscheidungsträger:innen Wissen vermitteln und Gegenargumente entkräften, indem wir unabhängige
 
So können wir den Entscheidungsträger:innen relevantes Wissen vermitteln und gegebenenfalls hartnäckige Gegenargumente entkräften, indem wir unabhängige
Expert:innen einladen. So hat die Initiative „Heidelberg kohlefrei“ beispielsweise gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg eine Online-Expert:innenkonferenz zum Thema „Best Practice
Expert:innen einladen. So hat die Initiative „Heidelberg kohlefrei“ beispielsweise gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg eine Online-Expert:innenkonferenz zum Thema „Best Practice
Grüne Fernwärme“ durchgeführt.
Grüne Fernwärme“ durchgeführt.
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====Forderungen aufstellen====
====Forderungen aufstellen====
Unsere Forderungen in ein Positionspapier zu gießen, hat erstmal intern die Wirkung, dass wir unsere Kernbotschaften diskutieren und schärfen. Das ist eine gute Grundlage, um die Forderun- gen nach außen zu vertreten. Ein gutes Positionspapier formuliert präzise Forderungen und hinterlegt sie mit Quellennachweisen wissenschaftlicher und institutioneller Veröffentlichungen. Mit einem überzeugenden Positionspapier können wir weitere Bündnispartner gewinnen und so unsere Schlagkraft vergrößern. Es ist ein kompaktes Aushängeschild, mit dem wir uns gegenüber Presse und Öffentlichkeit präsentieren können. Und schließlich ist es ein guter Anlass, um Gesprächstermine mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Stadtwerken zu vereinbaren.
* Ein gutes Positionspapier hat präzise Forderungen und wissenschaftliche Quellenangaben
Ein umfangreiches Positionspapier zu sozialer Wärmewende und Gasausstieg hat das [https://www.waermewende-ffm.de/forderungen/ Wärmewende Bündnis Frankfurt] veröffentlicht.
* Aushängeschild für Presse und Öffentlichkeit
* Anlass, um Gesprächstermine mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Stadtwerken zu vereinbaren
→ Ein umfangreiches Positionspapier zu sozialer Wärmewende und Gasausstieg hat das [https://www.waermewende-ffm.de/forderungen/ Wärmewende Bündnis Frankfurt] veröffentlicht.


====Petition====
====Petition====
Wenn wir unterstreichen wollen, dass der Rückhalt in der Bevölkerung groß ist, können wir eine Petition starten. Dabei sammeln wir ohne Formalitäten Unterschriften für unsere Forderung(en) – entweder klassisch mit Unterschriftenlisten auf Papier oder online auf Plattformen wie weAct.de oder change.org. Ein erwünschter Nebeneffekt dieser Aktionsform ist, dass viele Menschen von unserem Thema erfahren – weil wir sie an Infoständen oder auf der Straße zum Unterschreiben auffordern oder Freund:innen und Familie die Online-Petition mit ihnen teilen
Unterschriften für unsere Forderungen sammlen
*klassisch mit Unterschriftenlisten auf Papier
*online auf Plattformen wie weAct.de oder change.org.  
 
→ Nebeneffekt: viele Menschen erfahren von unserem Thema – weil wir sie an Infoständen oder auf der Straße zum Unterschreiben auffordern oder Freund:innen und Familie die Online-Petition mit ihnen teilen


====Kreative Aktionen====
====Kreative Aktionen====
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==Argumente==
==Argumente==
====Erdgas allgemein====
===Erdgas allgemein===
''→ Siehe dazu die [[Erdgas#Warum_ist_Erdgas_so_ein_Abfuck.3F|allgemeinen Argumente gegen Erdgas]]''
''→ Siehe dazu die [[Erdgas#Warum_ist_Erdgas_so_ein_Abfuck.3F|allgemeinen Argumente gegen Erdgas]]''


====Für Verbraucher*innen====
===Für Verbraucher*innen===
=====Erdgas ist eine fossile Kostenfalle=====
====Erdgas ist eine fossile Kostenfalle====
[[Datei:Ultimative Heizkostengrafik.png| gerahmt|zentriert| Überblick über die Heizkosten der nächsten Jahre]]
[[Datei:Ultimative Heizkostengrafik.png| gerahmt|zentriert| Überblick über die Heizkosten der nächsten Jahre]]


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* Immer mehr Kund*innen verlassen das Gasnetz. Deshalb müssen immer weniger Verbraucher*innen die Kosten für die Infrastruktur tragen. Erste Stadtwerke haben deshalb angekündigt, ihre Netze stillzulegen (z.B. Augsburg und Mannheim)
* Immer mehr Kund*innen verlassen das Gasnetz. Deshalb müssen immer weniger Verbraucher*innen die Kosten für die Infrastruktur tragen. Erste Stadtwerke haben deshalb angekündigt, ihre Netze stillzulegen (z.B. Augsburg und Mannheim)


=====Wie werden wir in Zukunft heizen?=====
====Wie werden wir in Zukunft heizen?====
[[Datei:Wärmeversorgung Deutschland 2045.png|gerahmt|zentriert]]
[[Datei:Wärmeversorgung Deutschland 2045.png|gerahmt|zentriert]]
Hauptsächlich mit Nah- und Fernwärme sowie Wärmepumpen (dazu [https://www.agora-energiewende.de/publikationen/klimaneutrales-deutschland-studie Studie von Agora Energiewende]).  
* Hauptsächlich mit Nah- und Fernwärme sowie Wärmepumpen (dazu [https://www.agora-energiewende.de/publikationen/klimaneutrales-deutschland-studie Studie von Agora Energiewende]).  
Im Jahr 2045 werden Wärmepumpen voraussichtlich zwei Drittel der Wohnhäuser beheizen, während Wärmenetze etwa ein Drittel versorgen. Andere Heizungssysteme wie Gas, Holz oder Wasserstoff werden eine vernachlässigbare Rolle spielen (siehe dazu den [https://ariadneprojekt.de/publikation/report-szenarien-zur-klimaneutralitat-2045/ Report der Ariadne-Projekts]).
* Im Jahr 2045 werden Wärmepumpen voraussichtlich zwei Drittel der Wohnhäuser beheizen, während Wärmenetze etwa ein Drittel versorgen
* Andere Heizungssysteme wie Gas, Holz oder Wasserstoff werden eine vernachlässigbare Rolle spielen (siehe dazu den [https://ariadneprojekt.de/publikation/report-szenarien-zur-klimaneutralitat-2045/ Report der Ariadne-Projekts]).


[[Datei:Wärmepumpen in Europa.png|mini|Wärmepumpen funktionieren sogar in Skandinavien]]
[[Datei:Wärmepumpen in Europa.png|mini|Wärmepumpen funktionieren sogar in Skandinavien]]
Die Nah- und Fernwärme wird durch Großwärmepumpen, die in Skandinavien schon Standard sind, bereitgestellt. Sie können zum Beispiel mit Flusswärme, Erdwärme, Luftwärme, Abwärme aus industriellen Quellen sowie Server- und
===== Woher kommt die Nahwärme? =====
Rechenzentrumsabwärme genutzt werden. Aber auch Geothermie, Industrieabwärme und Solarthermie werden ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wärmeerzeugung leisten – auch unabhängig von großen Wärmepumpen.
* von Großwärmepumpen (die in Skandinavien schon Standard sind)
 
* Großwärmepumpen können zum Beispiel mit Flusswärme, Erdwärme, Luftwärme, Abwärme aus industriellen Quellen sowie Server- und Rechenzentrumsabwärme betrieben werden.  
In Gebieten ohne Wärmenetz sollen zukünftig vor allem hauseigene Wärmepumpen eingesetzt werden. Diese sind auch im Altbau geeignet. Über die gesamte Lebensdauer ist eine Wärmepumpe deutlich billiger als eine Gasheizung. In Skandi-
* Aber auch Geothermie, Industrieabwärme und Solarthermie werden ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wärmeerzeugung leisten.
navien werden Wärmepumpen bereits sehr erfolgreich eingesetzt: In Norwegen decken sie 60 Prozent des Wärmebedarfs, in Schweden und Finnland etwa 40 Prozent – trotz kalter Winter.


Holzpelletheizungen sollten nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Optionen aufgrund baulicher Einschränkungen nicht möglich sind. Denn die Pellets stammen häufig nicht aus Restholz, sondern aus Wäldern, die für den Klimaschutz und die lokale Biodiversität wertvoll sind. Zudem braucht das freiwerdende CO2 Jahrzehnte, um wieder in Bäumen gebunden zu werden.  
===== Abseits von Wärmenetzen =====
* Einsatz von Wärmepumpen
* Diese sind auch im Altbau geeignet
* Über die gesamte Lebensdauer ist eine Wärmepumpe deutlich billiger als eine Gasheizung.  
→ In Skandinavien werden Wärmepumpen bereits sehr erfolgreich eingesetzt: In Norwegen decken sie 60 Prozent des Wärmebedarfs, in Schweden und Finnland etwa 40 Prozent – trotz kalter Winter.


Damit weniger Energie für das Heizen benötigt wird, müssen Gebäude besser gedämmt und saniert werden. Auch das ist ein wichtiger Baustein für die klimafreundliche Wärmeversorgung.  
===== Heizen mit Holz =====
* Holzpelletheizungen: nur in Ausnahmefällen, wenn alle anderen Optionen aufgrund baulicher Einschränkungen nicht möglich sind.
* Pellets stammen häufig nicht aus Restholz, sondern aus Wäldern, die für den Klimaschutz und die lokale Biodiversität wertvoll sind.  
* Zudem braucht das freiwerdende CO2 Jahrzehnte, um wieder in Bäumen gebunden zu werden.  


→ Damit weniger Energie für das Heizen benötigt wird, müssen Gebäude besser gedämmt und saniert werden. Auch das ist ein wichtiger Baustein für die klimafreundliche Wärmeversorgung.


'''Wasserstoff und Biomethan'''
===== Wasserstoff und Biomethan =====


Wasserstoffheizungen werden nicht kommen.  
Wasserstoffheizungen werden nicht kommen.  
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# nicht vorhanden: Wasserstoff steht bisher auch bei Weitem nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung und wird viel dringender in der Industrie benötigt
# nicht vorhanden: Wasserstoff steht bisher auch bei Weitem nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung und wird viel dringender in der Industrie benötigt


Ähnliches gilt für das Thema Biogas: Heutzutage wird nur ca. ein Prozent des deutschen Gasbedarfs durch aufwändig zu Biomethan aufbereitetes Biogas gedeckt. Diese Aufbereitung verbraucht allerdings viel Energie und verursacht zusätzliche Emissionen, wodurch die Produktion von Biomethan alles andere als nachhaltig ist. <ref>https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/06/Gasausstieg_2_Argumentationshilfe.pdf</ref>
Ähnliches gilt für das Thema Biogas:  
* Heutzutage wird nur ca. ein Prozent des deutschen Gasbedarfs durch aufwändig zu Biomethan aufbereitetes Biogas gedeckt
* Diese Aufbereitung verbraucht allerdings viel Energie und verursacht zusätzliche Emissionen, wodurch die Produktion von Biomethan alles andere als nachhaltig ist. <ref>https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/06/Gasausstieg_2_Argumentationshilfe.pdf</ref>


====Für Kommunen====
===Für Kommunen===


Redet dafür nicht nur mit den zuständigen Stadträt*innen, sondern auch mit der*dem Geschäftsführer*in der Stadtwerke. Wenn die Geschäftsführung mitzieht, ist schon viel gewonnen.  
Redet dafür nicht nur mit den zuständigen Stadträt*innen, sondern auch mit der*dem Geschäftsführer*in der Stadtwerke. Wenn die Geschäftsführung mitzieht, ist schon viel gewonnen.  


* Ihr macht ohnehin kommunale Wärmeplanung, dann macht das gleich ordentlich!
==== Momentum der [[Kommunalen Wärmeplanung]] nutzen ====
Weil die Stadt oder Gemeinde sich sowieso im Prozess der kommunalen Wärmeplanung befindet, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um auch einen geordneten und sozialverträglichen Rückzug aus der Gasversorgung zu organisieren. So kann die Kommune gemeinsam mit dem Gasnetzbetreiber mit genug Vorlauf die besten Lösungen erarbeiten und ihre Bürger:innen frühzeitig informieren – so dass diese ihre Heizungsumstellung entsprechend langfristig und so kostengünstig wie möglich planen können. Priorität sollte es sein, dass niemand sich mehr eine neue Gasheizung einbaut, weil das bei der baldigen Stilllegung der Netze zu Problemen führen wird.
* Weil die Stadt sich sowieso im Prozess der kommunalen Wärmeplanung befindet, ist jetzt ein guter Zeitpunkt
* So kann die Kommune gemeinsam mit dem Gasnetzbetreiber mit genug Vorlauf die besten Lösungen erarbeiten  
* Bürger:innen frühzeitig informieren – so dass diese ihre Heizungsumstellung entsprechend langfristig und so kostengünstig wie möglich planen können
* Prioritä: niemand holt sich mehr eine neue Gasheizung, weil das bei der baldigen Stilllegung der Netze zu Problemen führen wird.


Trotzdem entscheiden sich aktuell noch immer mehr als die Hälfte der Menschen beim Heizungstausch für eine Gasheizung. Diese haben allerdings eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Parallel wechseln jedoch schon viele Menschen zu Wärmepumpen oder werden an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Der Betrieb der Gasnetze wird daher schon deutlich früher als 2045 unwirtschaftlich.
→ Trotzdem entscheiden sich aktuell noch immer mehr als die Hälfte der Menschen beim Heizungstausch für eine Gasheizung.


*Moderne Stadtwerke
==== Neue Einnahmequellen für Stadtwerke ====
-machen Gewinn mit Erneuerbaren, Pellets (und Wasserstoff)
* Gewinn mit Erneuerbaren, Pellets (und Wasserstoff) machen
-können in Wärmenetz investieren, um Häuser in der Innenstadt zu beheizen (weitere Einnahmequelle)
* in Wärmenetz investieren, um Häuser in der Innenstadt zu beheizen  


Gute Beispiele:
Gute Beispiele:
-Stadtwerke Wunsiedel (siehe [https://wunsiedel.de/Wirtschaft-Energie/CO2-frei-und-nachhaltig/ Website])
-Erfolgsprojekte bei Stadt.Land.Klima! ([https://www.stadt-land-klima.de/projects Link])
-Erfolgsprojekte bei Local.Zero ([https://klimaweg.net/erfolge/ Link])


* Stadtwerke Wunsiedel (siehe [https://wunsiedel.de/Wirtschaft-Energie/CO2-frei-und-nachhaltig/ Website])
*Erfolgsprojekte bei Stadt.Land.Klima! ([https://www.stadt-land-klima.de/projects Link])
*Erfolgsprojekte bei Local.Zero ([https://klimaweg.net/erfolge/ Link])
==== Weitere Argumente ====
*Günstige Energie anbieten (Stadt als attraktiver Wohnort)
*Günstige Energie anbieten (Stadt als attraktiver Wohnort)


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==Nützliche Links==
==Nützliche Links==
* Schaut euch dazu gerne die Website vom Umweltinsitut an, die haben das nochmal im Detail aufbereitet: https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/gasausstieg/gasausstieg-jetzt/
* Website vom Umweltinsitut an, die haben das nochmal im Detail aufbereitet: https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/gasausstieg/gasausstieg-jetzt/
* Hier findet ihr Infos für Kommunalpolitiker*innen und weitere Studien: https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/gasausstieg/gasverteilnetze-in-der-kommunalen-waermewende/
* Infos für Kommunalpolitiker*innen und weitere Studien: https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/gasausstieg/gasverteilnetze-in-der-kommunalen-waermewende/
* Warum das Heizen mit fossilen teurer wird und wie wir in Zukunft heizen werden: https://de.scientists4future.org/klimakrise-und-energiewende-wandel-fuer-eine-stabile-zukunft/
* Warum das Heizen mit fossilen teurer wird und wie wir in Zukunft heizen werden: https://de.scientists4future.org/klimakrise-und-energiewende-wandel-fuer-eine-stabile-zukunft/
* Kommunikationsleitfaden von Projekt "Soziale Wärmewende": https://movement-hub.org/wp-content/uploads/2025/07/Fuer-eine-soziale-Waermewende-1.pdf
* Musterstellungnahme zur kommunalen Wärmeplanung: https://umweltinstitut.org/wp-content/uploads/2025/08/Gasausstieg_4_Musterstellungnahme.pdf
* Hintergrundinfos und Studien vom BUND (letzte Seite der Broschüre):https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/energiewende/Waermeplanung-klimafreundlich-und-bezahlbar-Handbuch--BUND.pdf
* Ausführliche Infos vom BUND: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/energiewende/handbuch-waermewende-energiewende-klimaschutz-erneuerbare-energien-heizen-energieeffizienz-nachhaltige-gebaeude-bund-2025.pdf


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==